DSLR Video – Stativ / Slider / Grip

Gepostet am 05.07.2011 in Know-How, Video

In den vorigen Kapiteln war schon mehrfach von ruhiger Bildführung, von gleichmäßigem Zoomen die Rede. Natürlich ist kein Filmemacher gezwungen, immer alles schön ruhig, gleichmäßig oder gar statisch zu filmen. Kamerabewegung spielt im Film durchaus eine sehr große Rolle, manchmal durchaus auch hektische, schnelle, dynamische Reißschwenks und Powerzooms oder eine subjektive, wackelige Kameraführung. Wenn man sich mittels Video-DSLR auf den Weg zu einer cinematografischen Bildsprache machen möchte, dann sollte man diese Stilmittel sehr bewusst und gezielt einsetzen. Es ist noch kein Film entstanden, bei dem aus handwerklich nachlässigem und undefiniert wackeligem Bild ein mitreißendes Filmerlebnis wurde.

Lange Rede, kurzer Sinn: Der Einsatz von Stativen und/oder anderer Kamerastabilisierung ist wichtig, wesentlich, nicht vom Tisch zu diskutieren. Egal ob es anfangs mit einem ordentlichen Stativ inkl. Videoneiger mit Friktion getan ist, oder ob man über kurz oder lang auch ein wachsendes Interesse für Kameraschienen, Dollies oder gar Kamerakräne oder Steadycam entwickelt. All diese Systeme eröffnen neue und spannende Möglichkeiten, die man als ambitionierter DSLR-Filmer schon bald kennenlernen und erforschen möchte. Sobald man realisiert, dass die Kamera immer das Auge des Zuschauers darstellt, beginnt man sich Gedanken zu machen, wie man den Zuschauer durch die geplante Szene oder von einer Szene in die nächste führen kann, evtl. gewünschte dramatisierende, überspitzende Effekte inklusive.
Als Einsteiger in das Thema Video-DSLR und Cinelook sollte man sich sehr bewusst sein, dass man ohne jegliche Kamerastabilisierungs- oder Kameraführungstechnik auf ziemlich trockenem Boden steht.

Während man als Fotograf noch gemsengleich durchs Hochgebirge hüpfen kann, um wunderschöne Panoramen und Gebirgsidyllen zu fotografieren, wird einem DSLR-Filmer schon beim Gedanken schwummerig, sein ganzes Equipment inklusive stabilem Stativ und z.B. Kameraslider durch dünne Höhenluft wuchten zu müssen. Lässt man es einfach sein, dann werden die Ergebnisse des Drehtages entsprechend unbefriedigens sein, garantiert.